|
|
|
Der Pachtvertrag des Gutes Klamp aus dem Jahre 1799 formuliert eine erste Feuerschutzverordnung.
§ 2 Wenn wider Verhoffen zu Clamp oder im Gute Feuer entstehen sollte, so ist Conductor (Pächter) verbunden, sogleich die Feuer-Geräthschaft an den Ort, wo der Brand ist, bringen zu lassen, auch sein Hofgesinde mit Wasser-Eimern und Feuerhaken dahinzusenden. Zu diesem Ende müssen alle Löschungsutensilien zu allen Stunden bereit und in tüchtigem Stande sein, für deren Unterhaltung Conductor ex propriis (aus eigenem Antrieb) zu sorgen hat.
Im § 12 erhielt der Hufner seine Verhaltensmaßregel bei Feuer im Gutsbezirk:
a) Bei entstehendem Feuer im Gute oder in den benachbarten Dörfern muß Hufenpächter sogleich zwei Leute mit Löschgeräthschaften auch Pferden und Wagen oder Schleifen mit den nöthigen Wasserbehältnißen, zum Anfahren des Wassers mit nöthigen Wassereimern zum Löschen schicken. Bei einen Reichsthaler Strafe für jeden Fehlenden. So wie er auch schuldig ist
b) zur Räumung der Brandstelle im Gute einen Mann zu schicken, und müßen die erforderlichen Fuhren dazu, von dem Dorfe, wo das Feuer gewesen, gegeben, damit die Anordnungen der hohen Herrschaft ausgeführt werden.
c) Auch gemeinschaftlich mit den andern Hufnern im Gute die nöthigen Brandwachen gehen.
sdret door sprachlich verändert, im Sinne jedoch Bestandteil aller folgenden Pachtverträge.
Aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegt der Entwurf einer "Dorf Polizey Ordnung" vor, den der damalige Besitzer der Güter Panker und Klamp, der Landgraf Carl zu Hessen, in einem Schreiben vom 20. Juli 1809 als "Fürtrefflich" erklärte. Es ist anzunehmen, daß diese Ordnung so oder so ähnlich auch erlassen worden ist. Darin sind genaue Vorschriften zur Verhütung von Bränden erlassen, sowie Anordnungen über das Verhalten der "Untergehörigen" bei Feuer.
Feuer entstand wohl häufig durch brennende Kerzen, die ja die einzige Beleuchtung der Zeit waren.
§ 36 bestimmte deshalb: "Es ist besonders verbothen, mit brennendem Lichte, ohne es in einer ungeöffneten und allenthalben dichten Laterne bewahrt zu haben, in der Nähe von Heu und Stroh zu gehen. Sie soll bey dem Melken der Kühe an einem sichere Orte, entfernt von überhängendem Stroh oder Heu gestellt oder gehänget werden, alles bey Vermeidung von 1 Rthl. Strafe in jedem Contraventionsfalle (Vertragsbruch)."
Die gleiche Strafe sollte auch den treffen, der im Hause außerhalb der Stube Tabak rauchte, "ohne einen Deckel auf der Pfeife zu haben." Beim Futtern des Viehs sowie beim Dreschen, das ja auf der Diele mit dem Dreschflegel geschah, durfte überhaupt nicht geraucht werden. Eine besonders feuergefährliche Angelegenheit scheint das Flachstrochkenund die weitere Flachsbearbeitung gewesen zu sein. Bei 4 Rthl. Strafe - das entsprach etwa dem halben Preis einer Kuh - wurden das Trocknen auf dem Herd und in Backöfen, die weniger als 100 Schritt vom Hause entfernt waren, verboten. Das Flachsbrechen war bei der gleichen empfindlichen Strafe bei Licht verboten.
Es wurde auch eine Brands chau angeordnet. Sie sollte jedes Vierteljahr von dem Bauernvogt durchgeführt werden, wobei er auch besonders die Vollzähligkeit der Feuergerätschaften zu überprüfen hatte. Zur Grundausstattung der Gerätschaften gehörten zwei lederne Eimer mit der Nummer des Hauses versehen - alle Häuser wurden auf Grund der Polizeiverordnung im Gutsbezirk durchnummeriert. Auf jedem Bauernhof mußten außerdem eine Feuerleiter und ein Feuerhaken, beide von 30 Fuß Länge - also etwa 10 Meter - vorhanden sein. Je zwei Instenhäuser mußten zusammen eine Leiter von 18 Fuß Länge bereithalten. Bei reetgedeckten Häusern - das waren ja fast alle - gehörte noch ein Dachstuhl zur verpflichtenden Ausstattung. Neben diesen von den Einwohnern selbst zu beschaffenden Geräten befanden sich in den Dörfern noch kleine Handspritzen, zu deren Bedienung jeweils drei Mann gehörten: der Mann an der Spritze, der zweite zum Treten; der dritte Mann war "Tritter zur Reserfe". Auf den Höfen Klamp und Vogelsdorf waren nach einem Übergabeprotokoll je vier dieser Spritzen vorhanden. Außerdem hatte jedes Dorf drei Wasserschleppen mit "Kieben" (große offene Tonnen) bereitzuhalten.
War ein Brand ausgebrochen, waren alle Einwohner zur Hilfe bei den Löscharbeiten verpflichtet. Die Aufsicht führte nach der "Instruktion für den Bauernvogt" dieser bis zum Eintreffen der landgräflichen Beamten. "Der Bauernvoigt hat in Abwesenheit des Observationsverwalters oder des Inspektors das Recht bey der Löschung und Rettung zu befehler und jeder soll ihm ohne Widerrede gehorchen."
Sehr häufig wird ein Löschen mit den geringen Mitteln bei den reetgedeckten Fachwerkhäusern erfolglos gewesen sein. Der § 53 der Polizeiverordnung bestimmte daher:
"Dem Niederreißen gewisser Gebäude, welches von dem der bey den Löschungs Anstalten befiehlt, mit Einrath einiger verständiger Männer angeordnet worden, darf sich niemand bey schwerer Strafe widersetzen, vielmehr muß jeder dazu Befehligte, dabey Hand anlegen."
Die Brandbekämpfung wird sich häufig darauf beschränkt haben, das brennende Haus einzureißen und die Nachbarhäuser zu schützen. Der Satz zeugt aber auch von der Sorge, daß es offenbar nicht immer leicht war, einen Hausbewohner zu überzeugen, daß das brennende Haus nicht mehr zu retten sei. Daher wohl die Einschränkung, daß der Rat verständiger Leute eingeholt werden müsse, also nicht einmal der landgräfliche Beamte allein konnte den Befehl dazu geben. War der Befehl erteilt, wird seine Nichtbefolgung unter "schwere Strafe" gestellt. Es ist das einzige Mal, daß das Wort "schwere Strafe" in der Verordnung auftaucht. Die Gefahr, daß durch ein brennendes Haus ein ganzes Dorf in Asche gelegt werden könnte, war doch zu groß.
Wichtigstes Gebot bei einem Brand war die Rettung der Menschen. "Bey einem entstehenden Brande sollen unverzüglich und zuerst die im Hause befindlichen Menschen gerettet werden. Wer Kinder und Kranke aus einem schon brennenden Hause rettet, oder bey Beschützung der Bedrohten Gebäude sich thätig bezeigt, erhält nach den Umständen und Größe der übernommenen Gefahr, eine Prämie von 1 bis 10 Rthl. aus der herrschaft lichen Kasse." 10 Rthl. war der Preis für ein sehr gutes Pferd. Bereits 1797 hatte die Administration der damals noch fürstlich Hessensteinischen Güter erklärt, daß die Absicht bestehe, für das Gut Klamp eine große Feuerspritze anzuschaffen. Es vergingen aber viele Jahrzehnte, bis der Pächter von Klamp, Theophile im Jahre 1864 die neue große Feuerspritze übernehmen konnte. "Die Maschine von gutem starkem Kupfer angefertigt, mit 50 Fuß Schleuchen und den erforder lichen Schrauben dazu. Um die Maschine ein eiserner Wasserkasten. Die Maschine wird mit 10 bis 12 Mann bedient und treibt das Wasser 60 Fuß hoch."
Diese Spritze hat viele Jahrzehnte dem Feuerschutz in unseren Ortschaften gedient. Sie wurde im Laufe der Jahre altersschwach. Vermutlich war es diese Spritze, die einmal bei einem Einsatz außerhalb der Gemeinde an der Lütjenburger Kirche liegen blieb, während die Pferde schon durch die Teichtorstraße rasten. Sie brach dann endgültig zusammen, als sie beim Brand der Stelle Scheel in Wentorf eingesetzt werden sollte.
Die Spritze wurde gespeist aus einem Wasserwagen, der eine große Tonne trug. Dieser Wagen wurde zum Fülle der Tonne in den Dorfteich hineingefahren. Während dieser Zeit mußte die Spritze pausieren - diese Pause hatten die Männer an den Schwengeln vermutlich auch hoch nötig. Weiterhin wurde die Löscharbeit mit den Ledereimern unterstützt, die "durch der Hände lange Kette" weitergegeben wurden.
Irgendwann bald darauf muß eine zweite Spritze für das Gut Klamp angeschafft worden sein. 1875 werden im Gut zwei Spritzen gemeldet, eine in Wentorf und eine in Klamp. Die Spritze in Wentorf war nur eine Druckspritze, d.h. sie konnte das Wasser nicht selbst ansaugen. Sie war also wohl die 1864 gelieferte ältere Spritze. Ein um die ganze Spritze umlaufender Wasserkasten mußte vom Wasserwagen aus mit Eimern gefüllt werden. Die Klamper Spritze war eine Druck-Saugspritze, sie konnte das Wasser auch selbst ansaugen. Da die Wentorfer Spritze das Wasser mit größerem Druck weiter schleuderte, wurde oft folgendermaßen verfahren: Die Klamper Spritze saugte das Wasser an und füllte den Wasserkasten der Wentorfer Spritze. Diese wurde dann zum Löschen eingesetzt.
Der Verhütung von Feuer und der frühen Erkennung von Bränden diente v.a. auch der Nachtwächter, der von den Dorfschaften für die Wintermonate anzustellen und zu besolden war. Seine Aufgabe war, darauf zu achten, daß alle Feuerverhütungsvorschriften in der Nacht eingehalte wurden. Man nahm im allgemeinen ältere Männer, die nicht mehr voll arbeitsfähig waren. Die Entlohnung war mäßig. Im Jahre 1884 beklagte z.B. der Nachtwächter Heinrich Schöning aus Rönfeldholz anläßlich einer Gerichtsverhandlung sein geringes Gehalt. Er erhielt nach seine Aussage im Jahr 40 Mark und einen Faden Holz. Weil er davon sich und seine Frau nicht ernähren konnte, war er gezwungen, zeitweise auch am Tage zu arbeiten. Ihm war daher bei der Anstellung genehmigt worden, daß seine Frau ihn einige Stunden in der Nacht ablösen durfte. Der Nachtwächter war zu mehreren Runden durch die Ortschaft nachts verpflichtet; seine Wachsamkeit hatte er durch Rasseln mit einer Holz- knarre anzuzeigen.
Das Jahr 1906 bedeutete einen großen Einschnitt in der Geschichte des Feuerschutzes. Durch eine Polizeiverordnung wurde das Feuerschutz- wesen der ganzen Provinz Schleswig-Holstein einheitlich geregelt. Mit dieser Verordnung wurde überall die Aufstellung sogenannter "Brandwehren" angeordnet.
In Klamp mit Rönfeldholz und Wentorf mit Vogelsdorf wurde entsprechend der Verordnung je ein Löschzug aufgestellt. Jeder Zug war eingeteilt in verschiedene Abteilungen.
Wentorfer Löschzug:
1. Die Spritzenmannschaft, bestehend aus 32 Mann . (Die große Zahl war zur Bedienung der großen Spritze erforderlich, da bei einem längerem Einsatz die Männer an den Schwengeln abgelöst werden mußten.)
2. Die Wasserzuführungsabteilung mit 20 Mann,
3. Die Steigerabteilung mit 4 Mann
4. Die Abteilung der Ordnungsmänner, ebenfalls 4 Mann.
Klamper Löschzug:
1. Spritzenmannschaft mit 23 Mann
2. Wasserzuführungsabteilung mit 5 Mann
4. Steigerabteilung mit 3 Mann
5. Ein Ordnungsmann
Eine Uniform war nur vorgesehen für die Führer der Abteilungen, die Mannschaften waren kenntlich an verschiedenen Armbinden: die Spritzenmannschaft trug rote, die Wasserzuführungsmannschaft blaue, die Ordnungsmänner weiße Armbinden. Für die Steiger war, da sie die gefährlichste Arbeit zu verrichten hatten, eine besondere Ausrüstung vorgeschrieben: Feuerwehrhelm (der Kamm mußte weiß sein), Gurt mit Karabinerhaken, Steigerleine mit Karabinerhaken. Weiterhin gehörten zur Ausrüstung eine kleine Laterne und eine Signalpfeife. Manche der damals vorgeschriebenen Feuerlöschgeräte waren vorwiegend für die Bekämpfung von Feuer bei weichgedeckten Häusern gedacht. Da gab es Harken mit 4 m langem Stiel zum Wegharken von brennendem Reet - da brennendes Reth eine sehr große Hitze ausstrahlt, mußte der Stiel möglichst lang sein. Vorgeschrieben waren auch Löschbesen ( mit Holzwolle gefüllte Leinenbeutel, in Wasser getaucht zum Ausschlagen von anfliegendem Feuer), natürlich auch die kurzen Dachleitern. Die Ausrüstung mußte von der Gutsherrschaft in Panker beschafft werden. Es scheint, daß die Beschaffung der Uniformen für die Führer erlassen wurde, sie erhielten dafür verschiedenfarbige Schärpen: der Oberbrandmeister eine gelbe, die Brandmeister rote.
Zum Oberbrandmeister aller Feuerwehren der Herrschaft Hessenstein wurde vom königlichen Landrat in Plön der Pächter des Hofes Klamp Lühr ernannt. Auf seinen Vorschlag wurden zu Brandmeistern und Führern der beiden Löschzüge in Wentorf und Klamp bestellt: Forstaufseher Grube und Schuhmacher Wilhelm Ehlers.
Die Brandwehr ist nach Berichten öfter zum Einsatz gekommen, wobei auch Hilfe in anderen Orten geleistet wurde. Durch Verordnung von Panker war festgesetzt, zu welchen Orten die Wentorfer Brandwehr fahren mußte: Neuhaus, Giekau, Darry, Friedrichshof, Panker, Lütjenburg, Helmstorf, Schmiedendorf, Neudorf, Kühren, Wetterade, Mühlenfeld, Engelau, Rantzau, Seekrug, Gottesgabe, Bellin und Dorf Rantzau. Leider hören die schriftlichen Aufzeichnungen nun ganz auf. Das Gut Klamp wurde 1912 selbständiger Gutsbezirk - das entspricht der heutigen Gemeinde. Offenbar hat man in diesem Gutsbezirk nicht so fleißig geschrieben und v.a. keine Akten aufbewahrt im Gegensatz zu Panker, deren durch die Gutsbeamten geführten und aufbewahrten Akten für den Chronisten eine Fundgrube darstellen.
Der 25. Januar 1931 ist der Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Klamp. Hermann Paustian hatte eine Gründungsversammlung in die Wald- schänke Rönfeldholz einberufen, auf der die Satzung der neugegründeter Wehr beschlossen wurde.
Diese Satzung erläuterte den Zweck der Wehr in § 1:
"Die freiwillige Feuerwehr ist eine Vereinigung gesunder und kräftiger Männer, welche die Ehrenpflicht übernehmen, sich durch regelmäßige Übung bei militärischer Disziplin die Gewandtheit, den Mut und die Ruhe anzueignen, welche nötig sind, um bei Feuersgefahr möglichst rasch und in zweckmäßiger Weise Hilfe leisten zu können. Die neue Wehr wurde mit Schreiben vom 17. Mai 1931 in den Kreisfeuerwehrverband Plön aufgenommen.
Die Freiwillige Feuerwehr Klamp begann ihren Dienst mit einer neu beschafften kleinen Motorspritze; an den Kosten dafür hatten sich die in der Gemeinde vertretenen Versicherungsgesellschaften beteiligt. Der Schneider Möller fertigte die Uniformen, die goldene Knöpfe erhielten - für die Brandwehr waren weiße Knöpfe vorgeschrieben gewesen. 1942 erhielt die Wehr aus Wehrmachtsbeständen eine größere Motorsprit ze. Für den Transport der Spritzen kaufte die Gemeinde Klamp im Jahre 1951 einen gebrauchten Lkw - bis dahin waren die Spritzen auf einem Anhänger von Pferden, später von einem Trecker gezogen worden.
1954 mußte die inzwischen altersschwach gewordene große Motorspritze ersetzt werden. Die Gemeinde kaufte eine Tragkraftspritze mit VW-Motor. Dieses Gerät wurde nach dreistündigem Probelauf an der Kossau im Beisein der Fabrikvertreter von den Männern der Feuerwehr eingeholt. 1962 hatte auch der Lkw ausgedient. Die Gemeinde kaufte für ihre Wehr ein fabrikneues Spezialfahrzeug (Ford), das am 13.10.1962 von der Feuerwehr übernommen wurde. Als auch dieses Fahrzeug altersschwach geworden war, erhielt die Wehr ein neues größeres, das den heutigen Erkenntnissen der Brandbekämpfung entspricht.
Seit 1966 geschieht die Übermittlung der Anordnungen des Wehrführers nicht mehr nur durch Ruf oder Melder; die Wehr erhielt drei Funkgeräte.
Seit dem Jahr 1970 hat die Freiwillige Feuerwehr Klamp ein eigenes Zuhause. Das Feuerwehrgerätehaus - Geräteraum und Unterrichtsraum wurde in einer kleinen Feierstunde am 19.12.1970 übernommen.
Am 25. Januar 1931 war es so weit, dass die Zwangsgestellung von Männern durch die Gutsherren zur Brandbekämpfung der Vergangenheit angehören sollte und an deren Stelle soll nun eine Freiwillige Feuerwehr Klamp treten.
Zur Gründungsversammlung lud Hermann Paustian am 21.01.1931 in die Gaststätte "Waldschänke Rönfeldholz" ein.
Außer Hermann Paustian fanden sich noch Hans Rath, Hermann Kahl, Wilhelm Janßen, Karl Kay, Heinrich Thomsen, Otto Lorenzen, Wilhelm Driller, Ernst Redant, August Rönfeld, Heinrich Giese, Gustav Hagedorn, Heinrich Hansen und Gustav Frahm. Es mag sein, das der eine oder andere Namen fehlt, aber leider liegt uns kein Protokoll der Versammlung vor und so konnten wir nur auf die Angaben und Erinnerungen der Zeitzeugen zurückgreifen.
Noch in der Versammlung wurde eine neue Satzung beschlossen und verabschiedet.
Anmerken darf man vielleicht an dieser Stelle, dass in der Satzung u.a. stand, dass nur gesunde und kräftige Männer der Wehr beitreten durften. Auch wurden die Übungen unter militärischer Disziplin abgehalten, um den Männern die nötige Ruhe und Mut anzutrainieren. Hermann Paustian wurde zum ersten Wehrführer gewählt. Gleichzeitig wurde zum stellv. Wehrführer Heinrich Hamann gewählt.
Als erstes Gerät wurde eine kleine Motorspritze angeschafft. Die Kosten hierfür übernahmen alle in der Gemeinde Klamp ansässigen Versicherungen.
Um zu den Einsatzorten zu kommen, wurde vereinbart, dass die Bauern von Rönfeldholz und Vogelsdorf die Feuerwehrmänner mit einem Kastenwagen und die Bauern von Wentorf brachten die Motorspritze zum Brandherd. Die Bauern im Dorf wechselten sich mit Fahren gegenseitig ab.
Augenzeugen wussten noch zu berichten, dass beim „Bereitschaftsbauern“ am Stall ein Schild hing, welches daraufhin wies, dass dieseBauernstelle die Feuerwehrmänner bzw. Spritze zum Einsatz fahrenmusste.
Die Überlieferung brachte nun keine Klarheit darüber, wann das Gerätehaus in Wentorf, bei der Schmiede, von der neu gegründeten Wehr gebaut wurde, fest steht, dass ein Gerätehaus mit einem Schlauchtrocknungsturm gebaut und auch rege genutzt worden war.
Natürlich mussten auch neue Uniformen beschafft werden. Bisher war es ja so gewesen, dass nur die Abteilungsleiter der Brandwehr Uniformen hatten.
Also fertigte Schneider Möller die neuen Uniformen an und das Besondere daran war, dass die neue Uniform goldene Knöpfe hatte.
Hermann Paustian führte dann die Freiwillige Feuerwehr bis 1933. Warum er eine Tätigkeit als Wehrführer niederlegte, kann nicht mehr gesagt werden. Die politische Lage könnte hierfür der Grund gewesen sein, aber dies ist nur eine Spekulation, da nirgendwo etwas Schriftliches steht. Mit ihm trat auch sein Stellvertreter, Heinrich Hamann, zurück.
Zur damaligen Zeit war Otto Ruser aus Vogelsdorf stellvertretender Wehrführer in Heikendorf. Da er durch seine langjährige Tätigkeit bei der Feuerwehr in Heikendorf viel Berufserfahrung hatte und seit Herbst 1931 in Vogelsdorf wohnte, bat man ihn, die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Klamp zu übernehmen, was er sicherlich gerne tat.
Nunmehr hatte das Kommando über die Wehr Otto Ruser. Zum Stellvertreter des Wehrführers wurde Wilhelm Schuldt gewählt undernannt.
Bis zum Ausbruch des Krieges passierte in der Gemeinde Klamp nichts besonderes, so dass die Freiwillige Feuerwehr Klamp für diesen Zeitraum auch keine Aufzeichnungen hatte.
Während des Krieges wurde die Wehr nicht wie andere in Kiel und dem Umland eingesetzt. Der Grund hierfür lag auf der Hand, denn die Wehr war bis zu diesem Zeitpunkt nur mit einem Pferdegespann ausgerüstet, also nicht motorisiert.
Auf den Wehrführer Ruser wollte man jedoch nicht verzichten, er wurde auf Grund seiner Erfahrung in Kiel als Zugführer eingesetzt. Wie bekannt ist, hatte unsere Wehr nur einen großen Einsatz während der Kriegszeit, nämlich der Großbrand auf dem Gut Neuhaus. Auf dem Gut brannten drei Hauptgebäude ab. Bei diesem Brand hielt die Motorspritze, was ihr Beiname versprach, nämlich die „Retterin“, denn die anderen Spritzen der Wehren waren überaltert bzw. Kriegsware und waren dadurch nur bedingt einsatzfähig, bei längerer Laufzeit fielen sie aus. Aber die Motorspritze der Freiwilligen Feuerwehr hielt durch, da die Pumpe aus Messing und somit hitzebeständiger war.
Der Wehrführer, Otto Ruser, war während des Krieges laufend in Kiel eingesetzt, so dass der damalige Stellvertreter sich mehr um die örtliche Wehr kümmern musste als es üblich war.
1942 erhielt dann die Freiwillige Feuerwehr Klamp aus Wehrmachtsbeständen eine zweite größere Motorpumpe mit der Bezeichnung TS 8. Dazu kam noch ein Anhänger mit der Bezeichnung TSA. Dieser Anhänger wurde natürlich an das von Pferden gezogene Löschfahrzeug gehängt. Auf dem TSA befanden sich die Motorpumpe und Druck-und Saugschläuche. Witzig war bei dem Anhänger, dass er unter normalen Umständen mit Gummi bereift war. Da es aber im Krieg keinen Gummi gab, ging man kurzerhand her und ummantelte die Felgen mit Holz. Der Zweck wurde erfüllt und der Anhänger lief. Nach der mündlichen Überlieferung kam dieser jedoch während des Krieges nicht mehr zum Einsatz.Die „Retterin“ blieb jedoch weiter für den Einsatz auf dem Pferdegespann.
Während des Krieges gab es auch keine besonderen Einsätze. Sicherlich wurden die Feuerwehrmänner öfters bei Hilfslagen eingesetzt, jedoch ohne große Besonderheiten. Man sollte vielleicht hier auch erwähnen, dass die meisten Männer im Krieg waren, es waren nur noch wenige in der Gemeinde und so konnte dann auch nicht die Rede davon sein, dass noch eine einsetzbare Feuerwehr vorhandenwar.
Erst Ende des Krieges hatte die Wehr einen größeren Einsatz. Eine Luftmine schlug neben einem Haus in Rönfeldholz ein. Das Haus stand während des Krieges leer und so wurden Flüchtlinge dort eingewiesen. Aus den Trümmern bargen dann die Kameraden eine Tote und einige Verletzte.
Bis zum Jahre 1951 ereigneten sich auch keine großen Besonderheiten, denn von dieser Zeit gibt es weder schriftliches noch mündliches zu berichten.
Im August 1951 brannte der Bauernhof in Rodenkrog durch Blitzschlag. Die Klamper Wehr war zwar sofort vor Ort, konnte ein Niederbrennen bis auf die Grundmauern nicht mehr verhindern.
Am 28. November 1951 brannte die Scheune auf dem Bauernhof Schneider in Wentorf. Ein Löschen des Feuers gelang der Wehr nicht, weil die Motorspritze TS 8 versagte und nicht wieder in Gang gebracht werden konnte. Die alte Motorspritze „Retterin“ hatte man auf das Altenteil gesetzt und somit stand sie nicht zur Verfügung. Auf Grund dieser Misere beschlossen Heinrich Thomsen und Adolf Hansen die „Retterin“ wieder flott zu machen, was ihnen auchgelang.
14 Tage später brannte es auf dem Bauernhof Schneider erneut. Jetzt wurde die „Retterin“ eingesetzt und das Feuer konnte gelöscht werden. Ein absoluter Erfolg, Die Wehr konnte stolz sein. Nach diesen Bränden erklärte Otto Ruser seinen Rücktritt. Dies tat er freiwillig, weil er der Meinung war, dass er genügend für die Gemeinde und deren Sicherheit getan hat. Als neuer Wehrführer wurde von den Kameraden Hans Rath gewählt. Als sein Stellvertreter wurde Karl Hagedorn gewählt.
Innerhalb der Feuerwehr trat nun auch ein gewisser Wechsel ein, da die Jugend vermehrt der Feuerwehr beitrat.
1952 rüstete die Feuerwehr Klamp auf. Es wurde ein gebrauchter Lkw von der Fa. Behrens, Selent, gekauft, er sollte als Einsatzfahrzeug dienen. Zu diesem Zweck wurde er von der Fa. Stock & Schelper in Lütjenburg zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut. Der vorhandene Anhänger TSA kam hinter das Feuerwehrfahrzeug mit derMotorspritze TS 8. Wichtig war allerdings, dass die TSA nunmehr gummibereift war. Die Holzreifen hatten ausgedient. 1954 wurde dann der langgediente TSA und die TS 8 ausrangiert. Die Klappe des TSA wurde abmontiert und als Untergestell für die neue Motorpumpe auf das Feuerwehrfahrzeug aufmontiert. Die neue Pumpe hatte ebenfalls die Bezeichnung TS 8, sie war von der Fa. Magirus allerdings mit einen Viertaktmotor von VW versehen. Dies war zu damaligen Zeiten schon hochmodern.Die „Retterin“ verblieb in der Feuerwehr, man hatte wohl aus der Erfahrung gelernt.
Im August 1954 brannte es dann in Vogelsdorf. Der Bauernhof Kay stand durch Blitzschlag in Flammen. Hier kamen nun der umgebaute Lkw und die neue Motorpumpe zum ersten Mal zum Einsatz. Zwar konnte das Wohn- und Wirtschaftsgebäude nicht mehr gerettet werden, aber die gefährdete Scheune konnte durch das Geschick der Feuerwehr erhalten bleiben. Trotz des hohen Schadens doch ein Teilerfolg.
Bis 1960 sind innerhalb der Gemeinde keine größeren Brände zu vermelden. Man muss hier aber sagen, dass die Feuerwehr nicht untätig war. Da die Feuerwehr Klamp über ein motorisiertes Fahrzeug verfügte, wurde sie natürlich viel bei Bränden der Nachbargemeinden eingesetzt. Niederschriften hierüber gibt es allerdings nicht. Zeitzeugen wussten aber zu berichten, dass bei Grossbränden in Neudorf, Panker und Bauersdorf die Klamper Wehr sehr erfolgreich war. Erwähnenswert erscheint mir der Brand auf Gut Panker, dort waren über 13 Wehren eingesetzt.
Hans-Wilhelm Ruser wurde im Frühjahr 1959 zum stellvertr. Wehrführer gewählt.
Am 26.04.1960 ereignete sich in Mückenschar ein Waldbrand. Kinder hatten im Wald geraucht, obwohl zu diesem Zeitpunkt eine große außergewöhnliche Trockenheit herrschte. Der Brand konnte jedoch gelöscht werden, allerdings nur, weil die Feuerwehrmänner den Teich des Bauern Bruhn leer pumpten. Die Kühe blieben durstig auf der Koppel zurück. Bauer Bruhn musste nun die Kühe von seinem Hausbrunnen aus versorgen, was nicht nur aufwendig sondern aucharbeitsintensiv war. Aber was macht man nicht alles zum Wohl der Allgemeinheit und deren Sicherheit.
Im August 1961 setzte der damalige Amtswehrführer in Kletkamp eine Übung an. Es sollte eine Scheune kontrolliert abgebrannt werden. In der Scheune zündete man einige Reifen an, dachte aber nicht daran, dass die Reifen nicht nur eine starke Hitze entwickeln sondern auch sehr gut brennen, wenn sie einmal brennen. Die Nachbarscheune fing so Feuer und es musste Großalarm ausgelöst werden. Teile der 2. Scheune verbrannten, der Rest wurde gerettet. Auch so kann eine Übung enden, eben eine praxisnahe Übung.
Am 17.10.1961 wurde die Freiwillige Feuerwehr Klamp zum Gut Friedeburg gerufen, dort brannte ein Kuhstall. Der Einsatz gestaltete sich schon schwierig beim Eintreffen der Wehr, denn die Bullen auf der Koppel ließen die Männer nicht absitzen. Es mussten erst die Melker geholt werden, um die Bullen einzufangen, damit der Weg zum Löschen frei war. Weiter musste unter schwierigen Umständen eine Versorgungsleitung über einer völlig aufgeweichten Wiese aufgebaut werden. Zusammen mit der FFw Engelau wurde diese Aufgabe jedoch mit voller Inbrunst erledigt. Trotzdem brannte die Kuhstall völlig ab.
Im Februar 1962 ereignete sich eine große Sturmflut an der Nordsee. Unsere Feuerwehr wurde auch hier um Mithilfe gebeten. Zwar brauchten sie nicht in das Sturmflutgebiet, aber sie mussten aus den Knicks Äste schneiden und zu Bündeln zusammenbinden. Gebraucht wurden diese Bündel für das Bauen von Notdämmen. Die Bündel wurden praktisch mit anderen Naturalien und Kies umschüttet und so wurde eine neue Befestigung gefertigt, um so das Wasser zu halten. Sicherlich vom Grunde her eine einfache Aufgabe, jedoch sieht man letztendlich die Wirkung, kann man sagen, dass man auch hier großeHilfe geleistet hat.
Ein neues Feuerwehrlöschfahrzeug, ein Ford Transit, TSF, wurde am 13.10.1962 beschafft. Man wusste zu berichten, dass man die „Retterin“ und den umgebauten Lkw zum Löschfahrzeug bei der Fa. Matuczak in Preetz in Zahlung gab. Die Gerätschaften wurden später nach Preetz zur Fa. Matuczak überführt, dann jedoch in einerKieskuhle in der Nähe von Preetz deponierte, damit sie später „ausgeschlachtet“ werden konnten. Die Feuerwehrmänner waren froh, dass sie ein neues Löschfahrzeug hatten und vergaßen darüber zu fragen, was letztendlich mit den in Zahlung gegebenen Geräten passierte.
1963 und 1964 waren wieder Jahre, aus denen nicht zu berichten war. Vielleicht gut so, so sind die Bürger vor Bränden verschont geblieben. Ein Wechsel in der Führung bahnte sich dann 1964 an. Der Wehrführer Rath trat am 25.5.1965 freiwillig zurück, Gründe sind nicht bekannt. An seine Stelle rückte nunmehr, von den Kameraden gewählt, Helmut Kruse, Hans-Wilhelm Ruser blieb nach wie vor stellvertretender Wehrführer. Am 16.09.1965 brannten auf dem Gut Waterneverstorf 3 große Gutsgebäude total ab. Auch hier war unsere Wehr eingesetzt.
Am 05.11.1965 brannte der Dachstuhl des Wirtschaftsgebäudes des Bauernhofes Rodenkrog. Ein Abbrennen konnte nur deshalb nicht verhindert werden, weil verschiedene Hindernisse vorgeschaltet waren. Zum einen wurde die Wehr viel zu spät benachrichtigt, konnte der kürzeste Weg zum Brandherd nicht genommen werden, weil der Weg zugewachsen war, man musste von Wentorf über Vogelsdorf zum Bauernhof fahren. Und zuletzt wurde die Fahrt auch noch durch erhebliches Glatteis erschwert. Im Übrigen, konnte das Ausmaß des Feuers noch begrenzt werden, es brannte zwar der Dachstuhl aus, das Stallgebäude jedoch blieb unversehrt und so konnten die Kühe schon am nächsten Tag wieder in den Stall gebracht werden. Es kann eben nicht immer alles glatt gehen, manchmal spielt eben das Schicksal schwer mit. Trotzdem, der nächste Einsatz kommt bestimmt.
Und wie gesagt, der nächste Einsatz ließ so lange nicht auf sich warten und man glaubt es kaum, wieder mit außergewöhnlichen Gegebenheiten. Am 06.02.1966 brannte bei Bauer Anders in Kühren das Stallgebäude. Am Einsatzort angetroffen, wurden sie vom Wehrführer und Bürgermeister mit den Worten empfangen: „Ihr braucht nicht löschen, wir warten auf Lütjenburg, denn diese haben wir angefordert“. Man ließ sie nicht zum Brandherd fahren. Die Lütjenburger Wehr traf ein und legte eine Leitung zum dortigen Brunnen. Dieser war mit den ersten Zügen sofort leer und man stand ohne Wasser da. Zwischenzeitlich traf der Amtswehrführer ein. Er übernahm das Kommando. Die Klamper Wehr musste sofort eine Versorgungsleitug zum Löschteich legen und kam so zu ihrem pflichtgemäßen Einsatz. Der Wehrführer und Bürgermeister (ein und dieselbe Person) der Gemeinde Helmsdorf hat sicherlich seine Entscheidung bereut, denn der Amtswehrführer ließ dies so nicht im Raume stehen. Aber wie gesagt, wir sind eben alles Menschen und sowird machmal sehr eigenartig entschieden.
Bei der Fam. Haß in Rönfeldholz brannte am 14.09.1966 der Dachstuhl des Einfamilienhauses. Dieser konnte glücklicherweise gelöscht werden.Auch am 24.04.1967 war die Wehr in Luxrade eingesetzt, dort brannte die Räucherkate. Diese ist allerdings abgebrannt. Diesmal kein Brand, sondern eine Suchaktion, welche die Männerder Wehr zum Einsatz rief. Vermisst wurde ein Kind in Lütjenburg. Man vermutete das Kind in dem Teich. Mit Stangen versuchte man das Teichinnere abzutasten. Trotz intensiver Suche konnte das Kind nicht gefunden werden. Wegen Dunkelheit musste die Suche abge- brochen werden. Am nächsten Tag wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Nun wurde auch das Wasser vom Teich abgelassen. So fand man schließlich das Kind, es kam jede Hilfe zu spät. Dies sind sicherlich Einsätze, bei denen die Feuerwehrmänner doch sehr deprimiert sind, denn fast alle haben ja selbst Kinder und so ist man um so betroffener.
Die Freiwillige Feuerwehr Klamp hatte dann bis zum 30.04.1970 eine ruhige Zeit, dann nämlich brannte in Engelau das Wohn- und Wirtschaftgebäude des Bauern Strohbehn. Ein Abbrennen war nicht zu verhindern. Am 10.08.1970 wieder Feuer in Engelau. Es brannte das Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Bauern Becker völlig ab.
Am 19.12.1970 wurde dann in Wentorf das neue Gerätehaus eingeweiht. Das Gebäude wurde schlicht und einfach gebaut, auf großen Komfort hat man damals verzichtet. Die Einweihung selbst wurde auch ohne großes Aufsehen durchgeführt und so gibt es auch wenigzu berichten.
Freudiges gibt es dann am 08.10.1971 zu berichten. Die alte TS 8 wurde durch einen neueren Typ der TS 8 ersetzt. Auch jetzt hat man die alte Pumpe in Zahlung gegeben. Die Kosten müssen eben so gering wie möglich gehalten werden, denn das Geld für Erneuerungen stammt ja aus der Gemeindekasse, also Allgemeingut. Die neue TS 8 war technisch viel ausgereifter und hoch modern. Wir sind nun wieder an einen Punkt angelangt, wo es bis 1976 keine Aufzeichnungen gibt. Vielleicht ist ja auch gar nichts passiert. Schön wäre es, wenn es so gewesen ist. Im Oktober 1976 brannte dann in Lütjenburg der „Kaisersaal“. Beim „Kaisersaal“ handelte es ich um eine alte Handwerkerherberge mit Saal und Gaststätte. Kulturell und geschichtlich doch sehr interessant. Der Kaisersaal brannte völlig ab, obwohl alle umliegenden Feuerwehren und sogar Preetz eingesetzt waren. Zusammen mit der Feuerwehr Darry fiel unserer Wehr die Aufgabe zu, eine Schlauchleitung vom Stadtteich über die Neuwerkstraße bis hin zum Brandherd in die Oberstraße zu legen. Wichtig war bei dieser Brandbekämpfung auch, dass die Nachbargebäude geschützt wurden, denn die Häuser dort standen sehr dicht aneinander. Der Brand brach abends aus und die Löscharbeiten gingen bis weit in den nächsten Tag hinein.
Vom 15.11.1977 gibt es wieder personelles zu berichten. Der Wehrführer Kruse trat freiwillig zurück, um einem Jüngeren Platz zu machen. Neuer Wehrführer wurde Hans-Wilhelm Ruser aus Vogelsdorf. Anmerken darf man vielleicht, dass bis auf dem Gründer alle Wehrführer, welche folgten, aus Vogelsdorf kamen. Gleichzeitig wurde Werner Boll zum stellvertr. Wehrführer ernannt. Wieder ein Fahrzeugwechsel. Die Wehr erhielt am 30.06.1978 ein neues Löschfahrzeug, Typ TSF, einen Mercedes. Und wie in derVergangenheit wurde das alte wieder in bewährter alter Gewohnheitin Zahlung gegeben.
Das Stallgebäude der "Alte Ziegelei" in Gottesgabe brannte am21.10.1978 ab.
Am 09.06.1979 machten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Klamp unter der Führung des neuen Wehrführers Ruser das Jahresschild. Dies ist eine Leistungsplakette, um sie zu erwerben, müssen die Männer ihr Können einer Kommission vorführen. Wenn die vorgeschriebene Punktzahl erreicht wird, wird das „Jahresschild“ ausgehändigt.
In Wentorf, Weide, Bauernhof Drückhammer, brannte am 27.06.1979 ein Misthaufen. Da der Brand die nebenstehende Scheune gefährdete, wurde die Wehr gerufen. Brand gelöscht.
Am 09.08.1982 brannte dann in Vogelsdorf bei Hans Makoben die „Schweinehütte“. Die „Schweinehütte“ war ein Holzstall von mittlerer Größe. Der Stall brannte völlig nieder. Nach dem Brand stellte man eindeutig fest, dass es sich bei diesem Brand um Brandstiftung handelte. Die Ermittlung des Täters schien jedoch erfolglos zu sein. Durch Zufall konnte der Täter dann erst nach einem Jahr ermittelt werden. Leider war der Täter dann ein Feuerwehrmann aus den eigenen Reihen, man hatte ihn zwar vorher schon in Verdacht, konnte ihm aber die Brandstiftung nicht nachweisen. Der Feuerwehrmann wurde bei bekannt werden sofort aus der Feuerwehr ausgeschlossen.
Eine neue Vorbaupumpe wurde dann im Sommer 1982 an das TSF angebaut. Somit konnte die Löschkapazität der Feurwehr erheblich erweitert werden.
Bei Friedrich Krummbeck in Vogelsdorf brannte am 06.08.1983 ein Stoppelfeld. Ein Stoppelfeldbrand selbst ist ja kein großer Schaden, aber von dem Brand ging nun eine erhebliche Gefahr für die benachbarten nicht abgeernteten Felder aus. Aber auch die unmittelbar angrenzende Reetfabrik war in großer Gefahr. Durch eine schnellgelegte Schlauchleitung vom Hydranten in Vogelsdorf konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Am 24.08.1984 brannte beim Bauern Wulf in Rodenkrog ein Mähdrescher aus. Die Löscharbeiten wurden hier erheblich erschwert,weil man den Löschteich aus nicht nachvollziehbaren Gründen ausgeleert hatte. Das Wasser zum Löschen musste einer nahe gelegenen Wasserkuhle entnommen werden.
Die Schule in Engelau brannte am 05.01.1985 ab. Vor Ort waren 6 Wehren zurBrandbekämpfung, jedoch ohne Erfolg, die Schulebrannte ab. Die Kripo ermittelte als Brandursache eine brennende Kerze, es konnte Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Ein Täter wurde jedoch nie gefasst.
Am 01.10.1985 erhielt die Wehr drei neue Funkgeräte. Die Zeit für moderne Kommunikation begann. Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Bauern Heinrich Giese in Rönfeldholz brannte am 24.05.1986, gg. 03.00 Uhr, ab. Es war nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Trotzdem die Wehr einen Tag vorher das Bronzebeil erfolgreich bestanden hatte, man hatte ja bewiesen, dass man fit war, konnte der hohe Schaden nicht verhindert werden. Über die Brandursache und -ablauf gab es viele Spekulationen, jedoch die genaue Ursache konnte nie geklärt werden. Brandstiftung wurde aber nicht ausgeschlossen. Mysteriös war derBrand jedenfalls.
Ein Pkw-Brand wurde am 11.07.1986 aus der B 202, Höhe Winterfeld gemeldet. Vermutliche Brandursache war ein sogenannter Kabelbrand. Als die Freiwillige Feuerwehr Klamp vor Ort erschien, brannte der Pkw bereits lichterloh. Auf der Rückbank bemerkte man, dass sich dort einiges noch bewegt. Man ging davon aus, dass es sich möglicherweise um Kinder handeln könnte. Durch die große Hitze kam man jedoch nicht an den Pkw heran. Nachdem der Brand gelöscht war, stellte man fest, dass auf dem Rücksitz zwei tote verbrannte Hunde lagen. Ein Aufatmen ging durch die Kameraden der Wehr, was man gut nachvollziehen kann.
Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr Klamp am 06.12.1986 nach Helmstorf gerufen. Dort brannte eine Scheune mit Stroh. Da das Tor verschlossen war, ging man davon aus, dass sich keine Personen in der Scheune während des Brandes aufhielten.
Da man jedoch vorher dort spielende Kinder feststellte und zwei der Kinder nicht mehr dort waren, begann man eine Suche nach ihnen,jedoch an diesem Tag ohne Erfolg. Die Suche wurde abends abgebrochen. Bei Aufräumarbeiten am nächsten Tag fand man die vermissten Kinder zwischen den Strohballen, sie waren verbrannt. Offensichtlich hatten sie sich im Stroh ein Lager gebaut und hantierten mit offenem Feuer. Bei diesem Einsatz waren immerhin sieben Wehren vor Ort. Solche Einsätze sind wohl für die Feuerwehr immer die schwersten, zumal ja fast jedes Feuerwehrmitglied in der Familieauch Kinder hat.
Ebenfallszur Unterstützung wurde die Wehr am 16.01.1988 nachLütjenburg, Kossautal, gerufen. Der frühere Festsaal der dortigen Gaststätte war zu Wohnungen für Asylbewerber umgebaut worden und dort brach das Feuer aus. Das Feuer konnte gelöscht werden und so wurde ein größerer Schaden verhindert.
Aber dieser Einsatz hatte auch etwas Gutes für unsere Wehr. Einige Zeit vorher sollte die Freiwillige Feuerwehr Klamp den LF 16 erhalten. Dieser stammte aus der 8. Bereitschaft des Katastrophenschutzes. Da man in Plön jedoch der Ansicht war, dass unsere Wehr personell dafür zu klein war, ging der LF 16 nach Lütjenburg, obwohl die Klamper Wehr 2 Feuerwehrmänner mehr verpflichtet hatte als die Lütjenburger. Bei diesem oben erwähnten Brand erschien dann die Feuerwehr Lütjenburg ohne diesen LF 16, weil sie keine Männer dafür hatten. Dies wiederum veranlasste den Wehrführer Ruser bei der Führung der Kreiswehr vorstellig zu werden und zwar mit Erfolg. Die Freiwillige Feuerwehr Klamp erhielt dann im Frühsommer 1989 statt den LF 16 einen RW 1. Also kann man sagen, jede Situation hat auch eine Gute Seite. Am 01.07.1989 absolvierte dann die Freiwillige Feuerwehr Klamp das Silberbeil und zwar unter Hinzuziehung des RW 1.
In Wentorf, Weide, bei Degner, brannte am 04.08.1989 in der Scheune das dort gelagerte Stroh. Das Stroh konnte gelöscht werden, so dass ein Gebäudeschaden vermieden werden konnte. Alarm wurde am 28.08.1989, um 01.45 Uhr ausgelöst. Dieses Mal war es kein Brand, sondern ein großer Sturm der über dem Kreis Plön tobte. Es mussten Bäume gefällt und weggeräumt werden. Es wurden Keller leer gepumpt und das Dach vom Wohn- und Stallgebäude Makoben in Vogeldorf wurde abgeweht. Nachdem innerhalb der Gemeinde die Gefahren abgearbeitet waren und die Kameradinnen und Kameraden gerade wieder zu Hause waren, gab es erneut Alarm. Jetzt mussten in Bellin - Seekrug mehrere große umgefallene bzw. entwurzelte Bäume beseitigt werden. Unterstützt wurde die Wehr hierbei von der Bundeswehr mit dem Bergepanzer. Am 11.09.1989 lief der Inhalt eines Dieselfasses in Wentorf aus. Es wurde von der Wehr eine sogenannte Olsperre im Graben bei Makoben ausgebracht. Eine weitere wurde kurz vor der Kossau gelegt, weil ein Teil des Diesels über die erste Sperre lief. Der Einsatz war erfolgreich, da kein Diesel in die Kossau lief. Die Umwelt wurde dank der Wehr nicht belastet. Der ausgelaufene Dieselkraftstoff wurde mit Bindemittel abgestreut und später aufgenommen. Am 27.11.1989 wurde beim stellvertr. Wehrführer ein Wechsel vorgenommen. Für Werner Boll wurde nun Erich Westphal gewählt undauch ernannt.
Ein Lkw kam am 22.05.1990 auf der B 430, kurz vor Vogelsdorf, auf die aufgeweichte Bankette und somit von der Fahrbahn ab. Mit dem RW 1 wurde der Lkw mit Seile gesichert, so dass er nicht umkippen konnte. So konnte er Lkw dann wieder auf die Fahrbahn zurück gebracht werden.
Unterstützt wurde die Bundeswehr auf der B 202 als dort am 05.07.1990 ein BundeswehrTankfahrzeug geborgen wurde. Da man damit rechnete, dass Kraftstoff auslaufen könnte, wurden die dortigen Gullys abgesichert. Die Arbeit vor Ort blieb zum Glück eine Vorsichtsmaßnahme.
Am 18.07.90 brannte die Gastwirtschaft „Seekrug“. Die Klamper Wehr war als erstes vor Ort und übernahm die Einsatzleitung. Da für den Schornstein Einsturzgefahr bestand, wurde dieser eingerissen. Zu Löschen hatte man Wasser aus dem daneben liegenden SelenterSee genug. Die eigene Sicherheit für die Feuerwehrfrauen und - männer wurde im September 1990 dahingehend erhöht, dass man 30 neue Schutzjacken und Latzhosen beschaffte. Die neu beschaffte Bekleidung ist brandsicher was die bisherige Bekleidung eben nicht war. Es waren auch die ersten Kleidungsstücke in schwarzer Farbe.
In Rönfeldholz bei Klaus Schuldt entstand am 30.09.1990 ein Hausbrand. Das Feuer konnte ohne großen Schaden gelöscht werden. Die Aufrüstung der Wehr schreitet 1991 voran. Es wurden zwei Atemschutzgeräte gekauft. Sechs Feuerwehrmänner wurden bereits im Vorwege dafür ausgebildet und so konnten die Geräte schon bei der Übernahme voll eingesetzt werden. Bemerken darf man hier, völlig gesunde und körperlich aktive Feuerwehrmänner für die Handhabung der Geräte eingesetzt werden können. Sie müssen sich auch laufend einer ärztlichen Untersuchung und einem Fähigkeitstest unterziehen. Atemschutzträger haben nicht nur gesundheitlich fit zu sein, vielmehr tragen sie auch große Verantwortung bei den Einsätzen.
Am 21.09.1991 beging die Freiwillige Feuerwehr Klamp ihr 60 jähriges Bestehen. Das Fest wurde mit Brandmanövern, sportlichen Wettkämpfen und einer Fahnenweihe ausgerichtet. Das Fest wurde zum vollen Erfolg. Erwähnenswert ist noch, dass ein Musikzug aus der Eifel und der Feuerwehrkommandant aus Ostpreußen zu Gast waren.
Dies war dann auch wohl die letzte große Aktion des Wehrführers Ruser, denn am 26.11.1991 fanden die Neuwahlen für einen neuen Wehrführer statt, weil er jüngeren Kameraden Platz machen wollte. Gewählt wurde Erich Westphal zum Wehrführer. Die Wahl des stellvertr. Wehrführers wurde auf später verschoben und zwar aus personellen Gründen. Am 23.01.92 wurde dann Leopold Pohl zum stellvertr. Wehrführer gewählt.
Am 25.07.1992 ereignete sich ein Flächenbrand der Gutsverwaltung von Meerheimb bei Wentorf. Er wurde durch einen Mähdrescher ausgelöst. Da 10 ha Weizen, Nachbarfelder und die Knicks zum Dorf in Gefahr waren, wurde Großalarm ausgelöst. Es waren dann 6 Wehren mit insgesamt etwa 100 Feuerwehrleuten zur Brandbekämpfung vor Ort. Es konnte nicht nur der Brand begrenzt und schließlich gelöscht werden, es wurde auch der Mähdrescher gerettet. Also auch hier wieder einmal ein gemeinsamer Erfolg der eingesetzten Wehren. Im Sommer 1993 wurde dann ein Schlauchanhänger aus den Beständen der damaligen DDR, Karlsburg/Greifswald übernommen. Der Anhänger wurde von den Kameraden selbst aus Karlsburg abgeholt, allerdings mit einigen Schwierigkeiten, denn der Anhänger war nicht zugelassen und musste somit auf einen eigens mitgebrachten Anhänger transportiert werden. Man hatte allerdings das Gewicht des Schlauchanhängers falsch eingeschätzt und so wurde die Heimfahrt auch zur Angstfahrt. Aber es ging ja alles gut und so wurde der Schlauchanhänger nach den Bedürfnissen der Wehr umgebaut, neu zugelassen und steht noch heute zur Verfügung.
Leopold Pohl tritt als stellvertr. Wehrführer zurück und so wurde Karl-Ludwig Glessmann am 24.05.1993 in das Amt gewählt. Neu in den Wehren ist auch, dass sich Frauen in den Diensten derFeuerwehren stellen. Auch die Freiwillige Feuerwehr Klamp profitiert davon, dann als erste Feuerwehrfrau wurde am 03.08.1993 Uschi Geest verpflichtet. Später folgten ihr dann weitere Feuerwehrfrauen.
Am 01.06.1994 brannte bei der Fa. Zitzke in Vogelsdorf eine Lagerhalle. Durch Reparaturarbeiten am Pkw vor der Halle geriet dieser in Brand und das Feuer ging auf die Halle über. Zum Glück war die Halle leer und die Feuerwehr konnte die in der Nebenhalle gelagerten Gasflaschen rechtzeitig feststellen und sichern. Die Halle und der Pkw wurden gelöscht, es entstand kein größerer Schaden. Am 08.08.1994 wurde in Walckschar ein Flächenbrand im Wald gemeldet. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da das Wasser aus der Kossau gepumpt werden musste. Die Schlauchleitung musste über die B 430 zum Brandherd gelegt werden. Der Brand konnte eingedämmt und schließlich gelöscht werden. Trotzdem verbrannten ca. 3 ha Grasfläche.
Für den 10.05.1994 gibt es wieder etwas Personelles zu melden. Derfrühere Wehrführer Hans-Wilhelm Ruser wurde zum Ehrenwehrführer ernannt. Es darf erwähnt werden, dass während des 75jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Klamp diese Ernennungeinmalig ist, hoffen jedoch dass weitere Ernennungen dieser Artfolgen mögen.
Zwischendurch sei vielleicht nochmals daraufhin gewiesen, dass natürlich kleinere Brände und Hilfeleistungen durchaus an der Tagesordnung waren, jedoch aus Zeitgründen und wegen ihrer geringenBedeutung unerwähnt bleiben sollten. Also zwischen den aufgezeigten Einsätzen, war die Wehr nicht untätig geblieben.
Auf Gut Klamp brannte am 06.10.1996 ein ehemaliger Kuhstall völlig ab. Die Wehr konnte ihn trotz intensiver Löscharbeiten nicht retten.Am 26.04.1997 wurde der Hausbrand in Wentorf-Weide, bei Vorbeck gemeldet. Der Schaden hielt sich durch die gute Löscharbeit der Feuerwehr Klamp in Grenzen. Es wurde bei diesem Brand eindeutig durch die Kripo Brandstiftung festgestellt. Der Täter konnte ermittelt werden, leider war es wieder ein Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Klamp. Auch dieser Kamerad wurde sofort von der Feuerwehr ausgeschlossen. In Verenfelde brannte am 17.06.1998 ein altes Wirtschaftsgebäude mit Ponys. Das Gebäude war anschließend nicht mehr bewohnbar. Am 28.10.1998 wurde der Bauernhof Döring in Charlottental durch stark anhaltenden Regen völlig überschwemmt. Die Wasserpumpen wurden rund um die Uhr zwei Tage eingesetzt. Nach dem der Vorfluter freigeschaufelt und geöffnet werden konnte, lief das Wasser dannab.
Bei Bauer Becker, ehemals Heinrich Giese, brannte am 19.07.1999 eine Scheune völlig nieder. Die Ursache ist nicht bekannt. Das Silberbeil wurde am 09.09.2000 wiederholt, auch dieses Mal bestanden die Kameradinnen und Kameraden mit Pravour.
Gerold Rothe wurde am 12.03.01 zum stellvertr. Wehrführer gewählt. Die jungen Kameraden lösen die älteren Kameraden ab. Die Freiwillige Feuerwehr Klamp widmet sich auch anderen Aufgaben. So wurde am 29.06.02 das Ringreiten in der Gemeinde neu ins Leben gerufen. Diese alte Tradition wurde lange Zeit nicht mehr durchgeführt. Die Feuerwehr hat sich nunmehr dieser wieder erinnert und die Durchführung war in der Gemeinde ein voller Erfolg. Eine Wiederholung war somit vorprogrammiert. Am 18.07.2002 musste die Wehr wegen starken Dauerregens ausrükken. Es wurden innerhalb der Gemeinde verschiedene Keller ausgepumpt weil sie vollgelaufen waren. Am Abend wurde die Wehr nach Köhn entsandt, da dort ein ganzes Dorfviertel unter Wasser stand. Selbst mit dem Unimog war dort keine Durchfahrt möglich. Das Wasser wurde auf eine nahe gelegene Koppel gepumpt und von dort dann weiter in die Entwässerungsgräben. Dieses musste so geschehen, weil sonst die Schlauchleitungen zu lange gewesen wären. Vor Ort waren ca. 20 Wehren und es wurde die gesamte Nacht gepumpt. Es war eine große Belastung für Mensch und Material. Schon am nächsten Morgen wurde die Wehr erneut um Unterstützung gebeten. Am Schönberger Strand stand ein Campingplatz unter Wasser. Auch hier waren mehrere Wehren eingesetzt und das Abpumpen des Wassers dauerte fast 24 Stunden.
Ein vermisstes Kind wurde am 24.08.2002 gesucht. Zum Glück war es blinder Alarm und die Wehr konnte abrücken. Auch solch ein Einsatz ist möglich. Am 22.03.2003 strandete in Hohenfelde ein Schiff. Die Kameraden und Kameradinnen hatten den Auftrag das Schiff an Land zu ziehen. Dies gelang der jedoch nicht, weil das Schiff sehr morsch war und Leinen nicht hielten. Man rückte unverrichteter Dinge ab. Später hörte man, dass das Schiff zerbrach. Flächenbrand am 06.08.2003 auf der Koppel Ruser in Vogelsdorf, Richtung Ellert. Verursacht wurde der Brand durch die Strohpresse. Die Strohpresse wurde aus dem Geschehen gezogen und brennender Weise auf den Hof Ruser gezogen. Dort brannte die Strohpresse aus. Der Flächenbrand wurde gelöscht.
Wieder eine Erneuerung bei der Feiwilligen Feuerwehr Klamp, denn am 25.11.2003 erhielt sie ein neue TS 8, welche ihren Platz auf dem TSF fand.
Im März 2005 gab dann die Feuerwehr von Klamp ihren alt bewährten RW 1 ab und erhielt dann dafür einen LF 16 TS.
Am 07.11.2005 brannte in Gowens am Dorfrand ein Reet gedecktes Haus. Da das Löschwasser aus dem Dorf geholt werden musste, legte die Klamper Wehr eine Wasserversorgung zum Brandherd. Der Einsatz dauerte ungewöhnlich lange, nämlich über 9 Stunden und es waren 8 Wehren im Einsatz. Durch die Löscharbeiten konnte der Schaden begrenzt werden.
Seit Beginn 2006 kursiert in Deutschland die Vogelgrippe mit dem für Menschen ansteckbaren Virus H5/NI. Die Freiwillige Feuerwehr Klamp bekam für die Bergung toter Vögel auch Schutzanzüge. Lange ließ ein Einsatz diesbezüglich nicht auf sich warten. Am 2. April 2006 erhielt der stellv. Wehrführer Rothe den Anruf, in Wentorf läge ein toter Mäusebussard. Dieser wurde dann geborgen und zu weiteren Untersuchungen dem Amt Lütjenburg Land - Ordnungsamt - übergeben.
Bis zur Erstellung der Chronik im Mai 2006 ist dann auch nichts Nennenswertes passiert, so dass hier die Chronik vorerst abgeschlossen werden kann.
Ernst Rothe
| Wehrführer und stellvertretende Wehrführer ab der Gründung der FFw Klamp | |||
|---|---|---|---|
| Wehrführer | stellvertr. Wehrführer | ||
| Herrmann Paustian | 25.01.1931 - 1933 | Heinrich Hamann | 25.01.1931 - 1933 |
| Otto Ruser | 1933 - Nov. 1951 | Wilhelm Schuldt | 1933 - Nov. 1951 |
| Hans Rath | Nov. 1951 - 26.05.1964 | Karl Hagedorn | Nov. 1951 - 1959 |
| Helmut Kruse | 26.09.1964 - 15.11.1977 | Hans-Wilhelm Ruser | 1959 - 15.11.1977 |
| Hans-Wilhelm Ruser | 15.11.1977 - 26.11.1991 | Werner Boll | 15.11.1977 - 27.11.1989 |
| Erich Westphal | 26.11.1991 - ... | Erich Westphal | 27.11.1989 - 26.11.1991 |
| Leopold Pohl | 23.01.1992 - 24.05.1993 | ||
| Karl-Ludwig Glessmann | 24.05.1993 - 12.03.2001 | ||
| Gerold Rothe | 12.03.2001 - ... | ||